PZG.PB System Sonderpädagogik F25 SOP.001
| Nummer: | PZG.PBSY SP A 23.F25 SOP.001 |
|---|---|
| Veranstalter: | PZG.Professionsbereiche |
| Leitung: | Roger Dettling / Klaus Joller |
| E-Mail Verantwortliche/r: | roger.dettling@phzg.ch |
| ECTS-Punkte: | 5 |
| Datum: | 05.05.2025 - 20.06.2025 |
| Raum: | PZG.SG 002 Aula |
| Anlassbeschreibung als PDF: |
Standardbezug
P01 versteht und strukturiert die Fachinhalte
P02 versteht und unterstützt Entwicklungsprozesse
P03 versteht und berücksichtigt Unterschiede im Lernen
P08 beobachtet, beurteilt und fördert
P09 reflektiert ihre eigene Berufserfahrung
P10 nimmt Einfluss auf das Umfeld
Lernziele/Kompetenzen
Verständnis der Sonderpädagogik: Die Studierenden erlangen ein tiefgreifendes Verständnis der Sonderpädagogik als wissenschaftliche Disziplin, einschliesslich ihrer Geschichte, zentralen Begriffe und Konzepte.
Wissen: Die Studierenden erlangen Kenntnisse über die historische Entwicklung der Sonderpädagogik, einschliesslich der verschiedenen Paradigmenwechsel und der Rolle von Heilsansprüchen, Partizipation und Mündigkeit.
Fertigkeiten: Die Studierenden sind in der Lage, die erworbenen Kenntnisse auf reale Situationen anzuwenden.
Haltung: Die Studierenden entwickeln eine wertschätzende Haltung gegenüber der Sonderpädagogik als wissenschaftliche Disziplin.
Reflexion des professionellen Verständnisses: Die Studierenden reflektieren und entwickeln ihr eigenes professionelles Verständnis, das sie im Rahmen ihres Studiums aufgebaut haben.
Wissen: Die Studierenden verstehen die Bedeutung und den Prozess der Reflexion in der professionellen Praxis und können verschiedene Reflexionsmodelle und -techniken benennen.
Fertigkeiten: Die Studierenden sind in der Lage, ihr eigenes professionelles Verständnis zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Haltung: Die Studierenden erkennen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Reflexion und Weiterentwicklung in ihrer professionellen Praxis.
Verständnis von Fortschritten und Regressionen: Die Studierenden verstehen die Ursachen und Umstände von Fortschritten und Regressionen in der Sonderpädagogik und können die mögliche Dynamik in ihrem eigenen Berufsfeld antizipieren.
Wissen: Die Studierenden kennen verschiedene Theorien und Modelle, die Fortschritte und Regressionen in der Sonderpädagogik erklären, und können diese auf konkrete Beispiele anwenden.
Fertigkeiten: Die Studierenden sind in der Lage, die Dynamik in ihrem eigenen Berufsfeld zu antizipieren.
Haltung: Die Studierenden erkennen die Notwendigkeit, auf Veränderungen in ihrem Berufsfeld proaktiv zu reagieren.
Positionierung der Sonderpädagogik: Die Studierenden verstehen die Positionierung der Sonderpädagogik gegenüber unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbereichen und reflektieren ihre Sichtweise auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, die Integrations-Inklusionsdebatte und ihre Rolle im Rahmen einer Pädagogik der Vielfalt.
Wissen: Die Studierenden kennen die verschiedenen Positionen der Sonderpädagogik gegenüber unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbereichen und können die Auswirkungen dieser Positionen auf die Praxis der Sonderpädagogik erklären.
Fertigkeiten: Die Studierenden sind in der Lage, interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und eine Pädagogik der Vielfalt umzusetzen.
Haltung: Die Studierenden erkennen die Bedeutung der Integration und Inklusion in der Sonderpädagogik.
Kenntnisse über Unterstützungssysteme: Die Studierenden erwerben vertiefte Kenntnisse über die Unterstützungssysteme der Sonderpädagogik, einschliesslich SPD, KJPD, Therapiebereiche und Medizin.
Wissen: Die Studierenden kennen die verschiedenen Unterstützungssysteme der Sonderpädagogik, einschliesslich ihrer Struktur, Funktion und Rolle in der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen.
Fertigkeiten: Die Studierenden sind in der Lage, die erworbenen Kenntnisse über Unterstützungssysteme in ihrer professionellen Praxis anzuwenden.
Haltung: Die Studierenden erkennen die Bedeutung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Unterstützungssystemen in der Sonderpädagogik.
Modulbeschreibung
Sonderpädagogik ist eine wissenschaftliche Disziplin mit einer hohen Dynamik. In ihrer Geschichte musste sie sich immer wieder zwischen Heilsansprüchen, Partizipation und Mündigkeit, zwischen Ausschluss und Integration neu positionieren. Im Lichte eines wissenschaftlichen Grundverständnisses, zentraler Begriffe und Konzepte sowie Arbeitsweisen soll das eigene professionelle Verständnis, welches im Rahmen des (Kern-)Studiums aufgebaut wurde, reflektiert werden.
Mit der Fokussierung auf den Inklusionsbegriff werden auch aktuelle Entwicklungen einbezogen und es wird überlegt, wie sich die Sonderpädagogik weiterentwickeln kann (und soll).
Es geht darum, Ursachen und Umstände von Fortschritten und Regressionen zu verstehen, um die mögliche Dynamik im eigenen Berufsfeld antizipieren zu können. Die Positionierung der Sonderpädagogik gegenüber unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsbereichen wird gleichermassen einbezogen, wie ihre Sichtweise auf (interdisziplinäre) Zusammenarbeit, die Integrations-Inklusionsdebatte und ihre Rolle im Rahmen einer Pädagogik der Vielfalt.
Gleichzeitig erwerben die Studierenden in diesem Modul vertiefte Kenntnisse über die Unterstützungssysteme der Sonderpädagogik (SPD, KJPD, Therapiebereiche, Medizin etc.).
Bibliographie
Allgemeine Sonderpädagogik
Eberwein, H. (Hrsg.). (2018). Handbuch Sonderpädagogik und Inklusion. Weinheim: Beltz Verlag1.
Reflexion des professionellen Verständnisses
Schön, D. (1983). Der reflektierende Praktiker: Wie Profis denken in Aktion. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Fokus auf Inklusion
Ainscow, M., Booth, T., & Dyson, A. (2006). Schulen erfolgreich entwickeln: Inklusion als Leitprinzip. Stuttgart: Kohlhammer.
Verständnis von Fortschritten und Regressionen
Florian, L. (Hrsg.). (2014). Handbuch Sonderpädagogik und Inklusion. Weinheim: Beltz Verlag.
Positionierung der Sonderpädagogik
Artiles, A. J., Kozleski, E. B., & Waitoller, F. R. (Hrsg.). (2011). Inklusive Bildung: Gerechtigkeit auf fünf Kontinenten. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.
Kenntnisse über Unterstützungssysteme
Turnbull, A., Turnbull, R., & Wehmeyer, M. L. (2010). Aussergewöhnliche Leben: Sonderpädagogik in heutigen Schulen. Stuttgart: Kohlhammer.
Prüfungsleistung
Die Studierenden werden gebeten, eine detaillierte Analyse einer Fallstudie durchzuführen, die sich auf eine bestimmte Stufe (z.B. Grundschule, Sekundarstufe, Berufsbildung) und eine bestimmte Art von Behinderung (z.B. Lernbehinderung, Verhaltensstörung, körperliche Behinderung) bezieht. Die Fallstudie sollte realen Situationen nachempfunden sein und die Studierenden dazu anregen, die in der Vorlesung erlernten Konzepte anzuwenden.
Die Studierenden sollten in ihrer Analyse die folgenden Punkte berücksichtigen:
Beschreibung des Falls: Wer ist die betroffene Person? Welche Art von Behinderung liegt vor? Welche besonderen Bedürfnisse hat die Person?
Anwendung der Konzepte: Wie können die in der Vorlesung erlernten Konzepte auf den Fall angewendet werden? Wie können die Lernziele des Moduls in diesem speziellen Kontext erreicht werden?
Lösungsstrategien: Welche Strategien könnten angewendet werden, um die Situation zu verbessern? Wie könnten diese Strategien umgesetzt werden?
Reflexion: Wie hat die Arbeit an diesem Fall das Verständnis der Studierenden für die Sonderpädagogik vertieft? Wie hat es ihre professionelle Praxis beeinflusst?
Die Studierenden sollten ihre Analyse in einer schriftlichen Arbeit von 15-20 Seiten zusammenfassen und in einer 10-15-minütigen Präsentation vorstellen.
Beurteilungskriterien:
Verständnis der Thematik: Zeigt die Arbeit ein tiefes Verständnis der Sonderpädagogik und der spezifischen Behinderungsart?
Anwendung der Konzepte: Werden die in der Vorlesung erlernten Konzepte effektiv auf den Fall angewendet?
Qualität der Lösungsstrategien: Sind die vorgeschlagenen Strategien gut durchdacht und praktikabel? Werden mögliche Herausforderungen bei der Umsetzung berücksichtigt?
Qualität der Reflexion: Zeigt die Reflexion ein tiefes Verständnis der Auswirkungen der Sonderpädagogik auf die professionelle Praxis?
Qualität der Präsentation: Ist die Präsentation klar und gut organisiert? Werden die Hauptpunkte effektiv kommuniziert?
Qualität der schriftlichen Arbeit: Ist die Arbeit gut geschrieben und organisiert? Werden alle erforderlichen Punkte abgedeckt? Sind die Quellen korrekt zitiert?
Eintrittsbedingungen
Studierende sollten bereits ein grundlegendes Verständnis von Bildungs- und Erziehungszusammenhängen sowie professionellen Praktiken der Erziehung und Bildung haben.
Studierende sollten bereits mit spezifischen Themen der Sonderpädagogik vertraut sein, wie z. B. inklusive Pädagogik, individuelle Förderung und Umgang mit besonderen Bedürfnissen.
Studierende sollten Erfahrung mit wissenschaftlichen Methoden und Forschungsarbeit haben.
Workload
- Präsenzzeit (1 Lekt. ist 1 Std.) = xx
- Selbststudium / ggf. Leistungsnachweis = xx
- Prüfungsvorbereitung während Semester = xx
- Prüfungsvorbereitung während Prüfungswochen = 5 Std. (allgemeine Vorgabe)
